Лекция: Задание 2. Найдите соответствующий эквивалент.

1. im heutigen Wortsinn a. обучающиеся умельцы
2. künstlerisches Schaffen b. начатая дискуссия
3. geeignete Bilder c. художественное творчество
4. verschiedene Stilrichtungen d. в сегодняшнем смысле слова
5. zahlreiche Staaten e. многочисленные государства
6. eigenständige Bereiche f. различные направления стилей
7. begonnene Diskussion g. своеобразные (особенные) области
8. erlernbare Könnerschaft h. надлежащие образы

Задание 3. Укажите, от основ каких глаголов образованы следующие существительные и назовите их русские эквиваленты:

die Befreiung, die Bildung, die Beschreibung, die Prüfung, die Änderung, die Vermehrung, die Verminderung, die Leistung, die Verteilung, die Gestaltung, die Handlung, die Richtung.

 

Задание 4. Переведите предложения, учитывая значение суффикса –bar-:

1. Diesen Fisch kann man essen; er ist essbar. 2. Dieses Wasser kann man trinken; es ist trinkbar. 3. Diesen Wunsch kann man erfüllen; er ist erfüllbar. 4. Den Rekord dieses Sportlers konnte noch niemand erreichen; er blieb bis jetzt unerreichbar. 5. Diesen Eindruck meiner Jugend kann man nicht auslöschen; er ist unauslöschbar.

 

 

Задание 5. Назовите русские эквиваленты следующих существительных. Определите их род:

Prüfen, Entstehen, Diktieren, Warten, Schreiben, Lesen, Verstehen, Lernen, Sein, Werden.

 

Задание 6. Прочитайте и переведите текст:

GESCHICHTE (aus der Enzyklopädie)

Seit ihren Anfängen war Kunst eng mit Arbeit, Spiel und dem Heiligen verbunden. Historisch entwickelten sich die Künste aus ihrem Beitrag zur materiellen Organisation von Kulten und Ritualen. Ein zentrales Moment war somit die Religion, die seit der frühen Neuzeit in den westlichen Gesellschaften allmählich an Einfluss verlor.

Von den Künsten wurde vor dem 19. Jahrhundert zumeist so gesprochen wie heute von den Berufen, die eine Fachausbildung voraussetzen. Die Handwerke galten als eigene Künste, die artes mechanicae, ebenso wie die Fächer des (philosophischen) Grundstudiums, die artes liberales, die freien Künste, die in den drei großen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin vorausgesetzt wurden. Bücher über einzelne Künste galten vor dieser Zeit zumeist Feldern erlernbarer Könnerschaft.

In der zweiten Hälfte des 18. und am Anfang des 19. Jahrhunderts, im Zeitalter der Aufklärung, begannen die gebildeten Kreise Gemälde, Skulpturen und Architektur, sowie Literatur und Musik als Kunst im heutigen Wortsinn zu diskutieren. Themenverbindend wurde die Ästhetik in Abgrenzung zum Hässlichen als Kategorie zur Qualifizierung von Kunstwerken begründet. Freiheit wurde zum Ideal für Politik, Wissenschaft sowie für die sich allmählich als eigenständige Bereiche herausbildenden Literatur und Kunst. Der handwerkliche Aspekt künstlerischen Schaffens verlor an Bedeutung.

Die Differenzierung zwischen Literatur und Kunst war das Ergebnis der kurz zuvor begonnenen Literaturdiskussion, die sich nicht mehr mit allen geistigen Arbeiten befasste, sondern Romane, Dramen und Gedichte als Literatur in einem gewandelten Wortsinn zusammenfasste. Im Bestreben, ein größeres Publikum anzusprechen, wurde der Terminus Kunst zunächst auf Gemälde und Skulpturen verengt, auf Gegenstände, die in den Zeitungen und Zeitschriften – den Journalen, die es seit dem frühen 18. Jahrhundert gab -, vorgestellt und beurteilt wurden. Die Begriffe Werk, Original und Genie als Ausdrucksformen der Individualität des Künstlers wurden durch Kant geprägt. Um Kunst kommunizierbar zu machen, brauchte man geeignete Bilder. Man unterscheidet zwischen inneren und äußeren Bildern. Innere Bilder sind zum Beispiel Sprache, Vorstellungen und die Ideen, äußere hingegen Einrichtungsgegenstände, Bauwerke oder irgendein anderes Ding.

Werden in der Kunstgeschichte bis zum 19. Jahrhundert aufeinander folgende so genannte Kunstepochen definiert, entwickelten sich seit den frühen Phasen der modernen Kunst verschiedene Stilrichtungen nebeneinander. Je komplexer die gesellschaftlichen Verhältnisse wurden, desto mehr konkurrierende zeitgenössische und alte Kunst kam auf den prosperierenden Kunstmarkt und in die neu gegründeten Kunstmuseen. Die Bedeutung von Kunstausstellungen mit thematischen Schwerpunkten wächst stetig.

Die Debatte um den Kunstbegriff als Ausdruck der Frage Was ist Kunst? verschob sich in der (Kunst) – Geschichte immer wieder. Die Artes wurden in der Neuzeit im westlichen Kulturbereich als menschliche kreative Fähigkeiten betrachtet und immer weiter differenziert. In anderen Kulturen gab und gibt es vielfältige nicht in Übereinstimmung zu bringende Antworten.

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts trennten sich das Kunstgewerbe, im Sinne von künstlerischem Hervorbringen von Gebrauchswerten (Werkbund Streit) und das Design, im Sinne von planvollem Handeln für industrielle Zwecke. Das Design war eine wesentliche kulturelle Kraft der Moderne und der in den 80er Jahren aufkommenden Postmoderne in den hochindustrialisierten Ländern.

Der heutige, in den meisten hochindustrialisierten Ländern verbreitete, Begriff der Kunstfreiheit, der z.B. in das Grundgesetz aufgenommen worden ist, umfasst eine Vielzahl an menschlichen Ausdrucks- und Handlungsmöglichkeiten, zweckfrei oder mit unterschiedlichen Zielen verbunden. Im Zuge der Globalisierung entstand einerseits ein vermehrten Dialog verschiedener Kunstrichtungen in aller Welt, andererseits wurden regionale Unterschiede tendenziell nivelliert. In zahlreichen Staaten wird die Kunstausübung reglementiert und zu Propagandazwecken instrumentalisiert.

***

Die Beurteilung der Qualität von Kunstwerken wechselte ständig im Laufe der Geschichte. Jedes Zeitalter entwickelte eigene Vorstellungen darüber, was zum Bereich der Kunst gehört und was als minderwertig, dem Massengeschmack entsprechend, abqualifiziert wird. Kunst ist das Produkt menschlicher Kreativität, eine schöpferische Leistung, deren Ergebnis das Kunstwerk ist.

 

Задание 7. Ответьте на вопросы к тексту:

1. Seit wann existiert das Wort „Kunst“? 2. Sind Sie selbst künstlerisch tätig? Auf welchem Gebiet? 3. Warum studieren Sie Kunstgeschichte? 4. Für welche Epoche der Kunst interessieren Sie sich besonders?

Задание 8. Соответствуют ли следующие высказывания содержанию текста (das stimmt / das stimmt nicht):

1. Die Frage „Was ist Kunst“ steht auch heute in vielen Kulturen zur Debatte. 2. Die Begriffe Werk, Original und Genie als Ausdrucksformen der Individualität des Künstlers wurden durch Kant geprägt. 3. Die Beurteilung der Qualität von Kunstwerken wechselte im Laufe der Geschichte nicht. 4. Im Zeitalter der Aufklärung wurde Ästhetik in Abgrenzung zum Hässlichen begründet.

 

Задание 9. Дополните следующие высказывания:

1. Seit ihrem Beginn war die Kunst eng mit … … und …. verbunden. 2. Vor dem 19. Jahrhundert galten … als eigene Künste. 3. Zu dieser Zeit wurde von den Künsten so gesprochen wie heute von …. 4. Am Anfang des 19. Jahrhunderts verlor der … Aspekt künstlerischen Schaffens an Bedeutung. 5. In der Kunstgeschichte bis zum 19. Jahrhundert wurden … definiert, später entwickelten sich verschiedene … .

 

IST DAS NOCH KUNST? № 3

Задание 1. Прочитайте следующие слова. Запомните их значение:

• Gegenstand, m, (e)s, ´´e – предмет; • betrachten – рассматривать; • Zugang, m, s, ´´e – доступ; • Gehalt, m (e)s, e – содержание, содержательность; • wirr – запутанный, неясный; • Unterschrift, f, =, en – подпись; • Leinwand, f, =, ´´e – холст, полотно; • gleichgültig – безразличный, безучастный; • einzig und allein – лишь только, исключительно; • Fläche, f =, n – площадь, плоскость; • ähnlich – похожий, схожий, подобный; • Wirklichkeit – действительность, реальность, истинность; • Aufbau, m, s – построение; • Rücksicht, f = — внимание, уважение; • flüchtig – поверхностный, небрежный; • verlieren (o, o) – терять; • brennen – гореть, пылать, жечь; • Wirkung, f, =, en – действие, влияние; • Gegenwart, f – настоящее время; • bildhaft – картинный, образный, наглядный; • Bewußtsein, n, s – сознание; • Bildhauerei, f, = — скульптура, ваяние.

 

Задание 2. Найдите соответствующий эквивалент:

1. erzieherische Wirkung a. так называемое искусство
2. gegenstandslose Malerei b. совершенная путаница (полнейший беспорядок)
3. flüchtige Erscheinungsbild c. общественное сознание
4. brennende Fragen d. воспитательное воздействие
5. gesellschaftliches Bewusstsein e. животрепещущие вопросы
6. sogenannte Kunst f. беспредметная живопись
7. vollständige Verwirrung g. поверхностное изображение

Задание 3. Прочтите и переведите текст:

Ist das noch Kunst?

Wenn wir heute die Werke der sogenannten „modernen“, gegenstandslosen Malerei betrachten, so wird es uns oft schwer, wenn nicht unmöglich, den Zugang zum Ideengehalt zu finden. Wirre Linien, völlig unmotivierte Farben und Flächen überziehen die Leinwand. Wenn unter diesen Bildern noch Unterschriften stehen, die etwas Konkretes ansagen, dann wird unsere Verwirrung vollständig. Dem Künstler scheint es gleichgültig zu sein, ob die Menschen seine Malerei begreifen. Er hat einzig und allein nur den Wunsch, Farben und Flächen nach subjektiven tiefgründigen Inhalt zu gestalten. Viele „moderne“ Maler nennen auch ihre Bilder einfach Komposition, Konstruktion oder ähnlich.

Es gibt unzählige Differenzierungen in der modernen Malerei. Aber stets bleibt nur eines: eine mehr oder weniger große Entfernung von der Natur, von der Wirklichkeit. Ohne Rücksicht auf Struktur, Aufbau oder Kontur wird bestenfalls nur das flüchtige Erscheinungsbild wiedergegeben.

Die Kunst wird subjektiv, unrealistisch, nicht mehr für alle gemacht und nicht mehr von allen verstanden. Damit entfremden die abstrakten Künstler die Kunst dem Volke. Die bildende Kunst verliert dadurch ihre erzieherische, ideologische und propagandistische Wirkung. Sie lenkt nur von den brennenden Fragen der Gegenwart ab. Eine solche Kunst brauchen die Werktätigen, braucht das Volk nicht.

Wir fassen die Kunst als eine Form des gesellschaftlichen Bewusstseins auf, die die Wirklichkeit bildhaft widerspiegelt. Die Werke der abstrakten Malerei und Bildhauerei sind gegenstandslos, sie widerspiegeln gar nichts. Ist denn das überhaupt noch Kunst?

 

Задание 4. Ответьте на вопросы к тексту:

1. Wie muß man die moderne Kunst verstehen? 2. Was geschieht mit allen Richtungen der Kunst? 3. Was ist das Kunstwerk? 4. Welchem Künstler ist es gleichgültig, ob die Menschen seine Malerei begreifen?

Задание 5. Соответствуют ли следующие высказывания содержанию текста (das stimmt / das stimmt nicht):

1. Kunst ist Äußerung der Gesellschaft und der Epoche, in der sie entstand. 2. „Moderne“ Kunst bedeutet auch nichts anderes als Kunst jener Epoche, in der wir selber leben. 3. Moderne Kunst ist ebenso unpopulär wie die populäre Kunst unmodern ist. 4. Mit allen Richtungen der Kunst geschieht etwas Eigenartiges: eines Tages erscheint das vor kurzem noch so unverständliche Werk als recht verständlich und hebt sich beinahe klassisch von den neuen unverständlichen Werken der aktuellen Gegenwart ab. 5. Das Kunstwerk ist die Äußerung eines einzelnen Menschen.

Задание 6. Дополните следующие высказывания:

1. Die abstrakte Kunst verliert ihre erzieherische, ideologische …. 2. Viele „moderne Maler“ nennen ihre Bilder einfach … …. 3. Die Werke der abstrakten Malerei sind …. 4. Sie widerspiegeln die Wirklichkeit … .

 

 

Eine Kunst, die niemanden kaltläßt.

So ist die realistische Kunst, zu deren Vertretern die Maler K. F. Juon und A.A. Plastow gehören.

Задание 7. Ознакомьтесь со следующей информацией (1, 2) о двух художниках. Побеседуйте друг с другом об их творчестве (в форме «вопрос-ответ»). Тексты переведите:

1. Kraft der Überzeugung

K. F. Juon ist einer von der älteren Generation sowjetischer Künstler. Er ist gleich groß als Landschaftsmaler und als Porträtmaler, als Genremaler und als Kulissenmaler. Er schildert mit viel Liebe alte und neue Stadtviertel, Marktplätze und Kirchen, aber meistens voller neuen Lebens. Er versucht in seinen Bildern den Alltag des Menschen malerisch und poetisch zu gestalten. Die Menschen in seinen Landschaftsbildern, ihre Stimmung harmonieren mit der Natur. Er hat zum Beispiel eine ganze Reihe Winterlandschaften geschaffen: über die spürt man den Atem des russischen Winters, und doch ist jedes Bild anders, jedes hat seine persönliche Note. Auf einer anderen Winterlandschaft sind bewaldete Hügel zu sehen, und quer durch den Schnee bewegen sich die Schiläufer. Das dritte Bild vereinigt beide Motive. Links ein Dorfhaus, im schneebedeckten Hof suchen nach Futter die Hühner, hinter dem Zaun kann man einige Figuren der Schiläufer sehen. Das Bild heißt „Der Winter sagt ade“ («Конец зимы»).

In der Galerie der russischen Maler steht K. F. Juon neben A. K. Sawrassow und I.I. Schischkin. Zu den besten Theateraufführungen, für die er Bühnenbilder gemalt hat, gehören „Egor Bulytschow“ im Kleinen Theater, die Oper „Chawansschina“ und viele andere. Juon ist es gelungen, die Traditionen der russischen klassischen Malkunst mit neuen Tendenzen in der Kunst zu verbinden.

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